Syntaktisch-hypnosystemische Strategien und Methoden für einen zieldienlichen Umgang mit Konflikten in Beratung, Coaching, Mediation, Supervision und Therapie

Mo-Mi 6 Termine, 27.09.-10.11.2027, 9-16:30 Uhr


€ 980,00 inkl. 0% MwSt.

Sie können aus folgenden alternativen Gebühren wählen:

  • MEG-Mitglied, € 940,00 inkl. 0% MwSt.

  • Veranstaltungsort: 35398 Gießen - Lahnstraße 3c
  • Kursnummer: KON-270927
Dozent/innen: Julia Andersch, Oliver Martin

Inhalt:
Das Moderieren von Konfliktlösungsprozessen und Spannungen ist anspruchsvoll und eine Schlüsselkompetenz in jeglicher Form der Begleitung von Menschen und Organisationen. Dabei ist ein vertieftes Verständnis des Zusammenspiels unwillkürlicher Prozesse mit der Kognition von Menschen ungemein hilfreich, da in Konflikten Emotionen und Affekte eine grosse Rolle spielen. Darüber hinaus stellen Konflikte die involvierten Menschen – inklusive jener, die unterstützen wollen – vor die Herausforderung, vielfältigste Inhalte, Emotionen, Bedürfnisse und Verstrickungen zu sortieren und den Überblick zu (wieder-) zu gewinnen und sich von den Konflikt-Narrativen der Beteiligten nicht hypnotisieren zu lassen, was nicht selten MediatorInnen bzw. Beratende vor einige Herausforderungen stellt.
Mit der syntaktisch-hypnosystemischen Entwicklungsberatung haben wir für Organisationsentwicklung, Coaching, Mediation und Supervision die von Friedrich Glasl inspirierten Trigon-Ansätze mit Gunther Schmidts Hypnosystemik und dem syntaktischen Verständnis des SySt-Instituts von Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd zu einem eigenständigen Beratungsansatz verbunden.
Mit diesem Ansatz bieten wir Landkarten an, die in der Lage sind, Phänomene auf einer strukturellen Ebene ganzheitlich zu erfassen, komplexe Inhalte zieldienlich zu sortieren und Orientierung für Lösungsrichtungen zu bekommen.
Im Kontext der Arbeit mit und an Konflikten zeigen wir in diesem zweimoduligen Seminar auf, wie Konflikte in unterschiedlichsten Kontexten (Familien, Teams, Organisationen und gesellschaftliche Kontexte) systemischer betrachtet und gemeinsam mit den Beteiligten zieldienlich und möglichst potenzialorientiert bearbeitet werden können. Dabei vermitteln wir vielfältige Modelle und Methoden, die es erlauben, die grundlegenden Muster von Konfliktsituationen zu fokussieren, unwillkürliche Prozesse zu utilisieren und mit willentlichen Zielen zu verbinden. Besonderen Wert legen wir auf die Verbindung unwillkürlicher Prozesse mit der Kognition, wofür wir vielfältige, sogenannte sozialkünstlerische Methoden vermitteln, die gerade in anspruchsvollen Situationen besonders wirksam sind.

Ziele:
Die Teilnehmenden,

• kennen die zentralen Modelle der Landkarten der Mediation und haben sie auf eigene Praxissituationen angewendet, um sich in anspruchsvollen Mediationen orientieren zu können

• verstehen den Nutzen eines syntaktischeren Vorgehens in Beratung, Supervision, Coaching und Mediation, um dadurch noch systemischer zu arbeiten

• verstehen, wie die zentralen Anliegen mediativer Ansätze gerade durch die allparteilich angelegte hypnosystemische Arbeit unterstützt werden

• haben sich vertieft mit unwillkürlichen Prozessen in der Konflikteskalation auseinandergesetzt und konkrete Methoden erprobt, um Klient:innen zu helfen, aus Eskalationsspiralen auszusteigen und in eine Steuer- bzw. Übersichtsposition zu gelangen

• verstehen, wie ziel-weg-stimmige Prozesse der Konfliktbearbeitung maßgeschneidert gestaltet werden können

• haben sich mit wirkungsorientierter Sprache in der Mediation auseinandergesetzt, um gezielt hilfreiche und zieldienliche Prozesse bei den KlientInnen anzuregen

• haben anhand von konkreten Fallbeispielen syntaktisch-hypnosystemische Formate und sozialkünstlerische Methoden angewendet

Modul 1:
• Einführung in die Landkarten der syntaktisch-hypnosystemischen Arbeit mit Konflikten:
> Ganzheitliches Menschen- und Organisationsbild, Potenzialhypothese und Seitenmodell
> Eskalationsstufen von Konflikten und Entwicklungsprinzipien sozialer Systeme
> Ziel-Weg-stimmige Konfliktbearbeitung mit den Basisprozessen der Mediation
> System- und Ausgleichsprinzipien

• Konflikt-Hypnose-Phänomene und ihre Auswirkungen

• Unwillkürliche Prozesse utilisieren und für die Lösungsfindung nutzen

• Bedürfnis- und kompetenzorientiertes paraphrasieren und Ambivalenzkommunikation

• Konflikte dekonstruieren mit logischen Formaten

• Sozialkünstlerische Methoden zur Bearbeitung von Konflikten

• Arbeit an Praxisfällen der Teilnehmenden

Modul 2:
• Rekontextualisierungen und Umdeutungen von Konflikten: Ganzheitliches Systemkonzept

• Konfliktmanagement und Mediation als Prozess – ziel-weg-stimmige und maßgeschneiderte Lösungsprozesse gestalten

• Wirkungsbewusste Sprache in der Mediation

• Sozialkünstlerische Methoden zur Bearbeitung von Konflikten

• Logische Formate für die Bearbeitung von Polaritäten, Spannungen und Gegensätzen

• Fallarbeit mit Praxissituationen


Methode:
Vorträge, kognitive und intuitive sozial-künstlerische Methoden, Rollenspiele Systemische Miniaturen, Arbeit mit repräsentierender Wahrnehmung, Fallarbeit

Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich sowohl an Mediator:innen, die sich zur Vertiefung ihrer Kompetenz mit dem syntaktisch-hypnosystemischen Ansatz auseinandersetzen, als auch an Supervisor:innen, Berater:innen, Coaches, Therapeut:innen und Führungskräften, die ihre Konfliktlösungskompetenz stärken und ihre Methodenvielfalt erweitern wollen.

Dozent/innen:

Julia Andersch M.A.:
TRIGON ENTWICKLUNGSBERATUNG LUZERN
Geschäftsführende Gesellschafterin Trigon Luzern, Systemische Organisationsberaterin, Mediatorin und Trainerin. Autorin von „Landkarten der Transformation. Syntaktisch-hypnosystemische Entwicklungsberatung“. Geschäftsführerin Metaforum SommerCamp.
Aus- und Weiterbildungen: Studium Pädagogik, Organisations- u. Wirtschaftspsychologie, Systemischer Coach (GST), Lösungsfokussierung, Systemische Beraterin und Organisationsberaterin (SySt® Langzeitausbildung), Hypnosystemische Therapie und Beratung (Milton-Erickson-Institut), Systemische Organisationsentwicklung, Konfliktmanagement und Mediation in Organisationen (Trigon).
Arbeitsschwerpunkte: Identitäts-, Werte- und Kulturentwicklung, Konzeption und Begleitung von Veränderungs- und Entwicklungsprozessen in Organisationen, Konfliktmanagement und Mediation, Ressourcen- und kompetenzorientierte Persönlichkeitsentwicklung und Führung, Systemisches Employier Branding, Arbeitgebermarkenbildung und ganzheitliche Entwicklung der Arbeitgeberattraktivität und -qualität, Systemische Strukturaufstellungen für Organisationen, Teams und Einzelpersonen.

Oliver Martin:
TRIGON ENTWICKLUNGSBERATUNG LUZERN
Geschäftsführender Gesellschafter Trigon Luzern, Organisationsberater BSO, Mediator SDM-FSM, Master Coach DBVC, Lehr-Trainer DGfS, Master Trainer infosyon, Kaufmann. Autor von „Landkarten der Transformation. Syntaktisch-hypnosystemische Entwicklungsberatung“. Geschäftsführer Metaforum Sommer Camp.
Aus- und Weiterbildungen: Management in NPO (FH Bern), OE-Werkstatt und Mediation bei Trigon, Systemische Strukturaufstellungen (SySt®), hypnosystemische Therapie und Beratung (Milton-Erickson-Institut), Generative Trance and Self Relations Work (S. Gilligan), Ego Development (S. Cook-Greuter).
Arbeitsschwerpunkte: Konzeption und Begleitung von Veränderungs- und Entwicklungsprozessen in Organisationen und in gesellschaftlichen Systemen, Konfliktmanagement und Mediation in Organisationen und im öffentlichen Raum, Konzeption und Leitung von Lehrgängen zu OE und syntaktisch-hypnosystemischer Supervision, Systemische Strukturaufstellungen, Coaching.

Seminarzeiten:
1. Teil vom 27. – 29.09.2027
2. Teil vom 8. – 10.11.2027

jeweils von 09:00 - 16:30 Uhr

Format: Präsenzveranstaltung
In begründeten Fällen (z.B. bei Erkrankung des/der Dozent*in, Verkehrsschwierigkeiten und Weiteres) kann das Seminar kurzfristig auf ein Online-Format umgestellt werden.

Zahlungsziel: Auf Wunsch kann das Zahlungsziel auf zwei Monate vor Seminarbeginn angepasst werden. Bitte hinterlegen Sie diesen Hinweis bei der Anmeldung im Feld "Anmerkungen".

Akkreditierung und Zertifizierungen: 
Akkreditierung PTK: Bei der Psychotherapeutenkammer Hessen werden 48 Fortbildungspunkte beantragt. Die PTK - Akkreditierung wird meist auch in Österreich und der Schweiz sowie von den Ärztekammern anerkannt. Wenn Sie ganz sicher gehen möchten, empfehlen wir Ihnen, bei der für Sie zuständigen Stelle direkt nachzufragen.
 
Zertifizierung MEG: Das Seminar wird mit
48 Unterrichtseinheiten als zwei C-Seminare für ein „Zertifikat der Milton Erickson Gesellschaft“ angerechnet.

Zertifizierung KMS: Das Seminar wird mit
48 Unterrichteinheiten für das „Zertifikat geschulter oder zertifizierter Berater/Therapeut im Bereich Hoch- und Höchstbegabung“ nach dem Konzept Können-macht-Spaß angerechnet.